Wo Geld Anlegen?

 

Wo Geld Anlegen

Wo Sie Ihr Geld auch in Krisenzeiten sicher und profitabel anlegen:

Die Frage "Wo Geld anlegen" ist heute wichtiger denn je. War diese Frage schon vor 2008 nicht einfach zu beantworten, ist es heute noch wichtiger, die richtigen Anlageentscheide zu treffen!

 

 

2012 wird trotz Krise ein gutes Börsenjahr

Ein Kommentar zur Situation im Euroraum, Mitte November 2011

Weltweit setzen die Regierungen auf Ankurbelung der Konjunktur. Wer einen Anstieg der Inflation befürchtet, kann jetzt auf Aktien setzen.

Im südlichen Euro-Land brennt es überall. Das Feuer ist bereits von Griechenland auf Italien übergesprungen und nund droht die Feuersbrunst zum Flächenbrand zu werden. Mit dem Rücktritt von Silvio Berlusconi ist der erste wichtige Schritt getan, aber das ist erst ein Schritt...

Weil Berlusconi Sparprogramme angekündigt hatte, diese aber nie konsequent in die Tat umgesetzt hat, steht Italien beim IWF unter Aufsicht. Mit Mario Monti erhält Italien nun einen renommierten Mann an die Staatsspitze, und das Land wird das Vertrauen der EU Partnerstaaten und der Finanzmärkte wieder zurückgewinnen.

Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen ist Mitte November 2011 zeitweise über 7% gestiegen. Das ist ein Wert, bei dem andere EU-Länder unter den Rettungsschirm geflüchtet sind. Nur ist es so, dass Italien mit einer Staatsschuld von 1.9 Billionen Euro durch den Fonds nicht geschützt werden kann, er ist schlicht zu klein.

Italien ist ein prosperiendes, reiches Land

Für Italien spricht, dass es eine starke Industriebasis vorzeigen kann, nicht wie Griechenland, wo kaum Industrie angesiedelt ist. Ausserdem ist Italien ein reiches Land und verfügt über ein Nettovermögen in der Grösse von 180 % des Bruttoinlandsprodukts.

Schon bald werden Griechenland und Italien neue und (ganz wichtig!) handlungsfähige Regierungen haben. In beiden Ländern werden diese Regierungen von Technokraten angeführt, welche international angesehene Wirtschafts- und Finanzfachleute sind. Diese neuen Regierungen werden mit mehr Glaubwürdigkeit und einer breiteren Basis eher in der Lage sein, die nötigen Sparprogramme und Reformprogramme durchzusetzen. Wenn auch Spanien im Dezember gewählt haben wird, werden alle fünf grossen Euro-Schuldnerländer neue Regierungen aufweisen.

Überall in Europa wird nun gespart. Deutschland hat mit der Schuldenbremse eine Vorreiterrolle übernommen. Den südlichen Schuldnerländern wurden von der EU und dem IWF bereits drakonische Sparmassnahmen und Reformprogramme verordnet. Seit einigen Monaten ist die Euro-Zone ist eine riesige Reformbaustelle. Es ist jedoch fraglich, ob alle Schuldnerländer diese Einschränkungen lange durchhalten werden, und ob sie bereit sind, ihre Lebensart neu auszurichten und dem Vorbild Deutschlands zu folgen.

André Kostolany hat den Unterschied in der Mentalität und Lebensart der Europäer etwas überspitzt so beschrieben: "Die Deutschen leben, um zu arbeiten, die Franzosen und Südeuropäer arbeiten, um zu leben." In diesem kleinen aber wichtigen Unterschied liegt das grundlegende Problem des Euro Währungsraumes: Die Euro-Zone ist kein optimaler Währungsraum und wird es langfristig wahrscheinlich auch nie sein.

Konjunkturprogramme sollen die Wirtschaft wieder ankurbeln

Man kann schon heute sagen, dass die Weltwirtschaft bereits wieder Anlauf nimmt: In den U.S.A. hat Präsident Obama dem Kongress ein Konjunkturprogramm mit ca. 450 Milliarden Dollar vorgelegt. Die Geldpolitik in allen grossen Wirtschaftsräumen ist auf Expansion eingestellt, auch in den wichtigen Schwellenländern.

Brasilien hat in letzter Zeit bereits zweimal die Leitzinsen gesenkt. China wird dank der rückläufigen Inflationsrate mit Sicherheit einen ähnlichen Schritt machen. In Amerika denken die Notenbanker darüber nach, ob und wann sie ein wzusätzliches Lockerungsprogramm starten soll. Und bis der EFSF noch einsatzfähig ist, muss die Europäische Zentralbank (EZB) weiter gegen ihre eigenen Regeln verstossen und notleidende Anleihen der Schuldnerländer aufkaufen.

Weltweit setzen alle auf Ankurbelung der schwachen Konjunktur. Da den Staaten durch die hohen Schulden meist kaum mehr Handlungsspielraum haben, müssen die nationalen Notenbanken in die Bresche springen. Sie werden die Liquiditätsschwemme weiter vergrössern. Da aber die stark verlangsamte Wirtschaft weit weniger Kapital braucht, wird das überschüssige Geld an die Finanzmärkte geleitet.

Europäische Aktien sind noch billig

Europäische Aktien sind Mitte November 2011 günstig: Die Bewertung des DAX gemessen am Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt nur 9,3. Das ist viel tiefer als seit langem: Der historische Durchschnittswert für das KGV liegt bei 16. Die Dividendenrendite beträgt beim DAX 4,3%.  Das heisst die Dividendenrendite heute doppelt so hoch wie die Rendite10-jähriger Bundesanleihen.

Im DAX befinden sich einige Aktien mit Dividendenrenditen von sogar über 6%. In der Gesamtbetrachtung sind die europäischen Börsen deutlich billiger als die Börsen in den USA und Asien. Und in Europa sind die Dividenden meist doppelt so hoch wie in diesen Märkten.

Wer heute billige Aktien kaufen will, darf sich auf europäische Titel konzentrieren. Dabei winken zwei Vorteile: Das Währungsrisiko ist nicht vorhanden und das Kursrisiko ist viel geringer. Der akute Anlagenotstand und die wachsenden Inflationssorgen sprechen ebenfalls für Aktien. Wer sich vor Inflation absichern will, sollte in Sachwerten (Aktien oder Immobilien) investieren und nicht in Geldwerten (Anleihen, Festgeld).

Trotz aller Turbulenzen und trotz dem schwierigen Umfeld könnte das Jahr 2012 ein etwas besseres Börsenjahr werden, als es bisher das Jahr 2011 war.

Ein weiteres Ereignis spricht dafür: Ende nächsten Jahres  wird de US-Präsident gewähtl. Die letzten zwei Jahre vor den US-Präsidentenwahlen waren seit 1960 mit wenigen Ausnahmen gute Börsenjahre und das vierte Jahr war meist das Beste. Die US-Börse als Leitbörse wird auch die europäoschen und asiatischen Märkte mitziehen. Es empfiehlt sich, ein sehr gut diversifiziertes und dividendenstarkes Portfolio aufzubauen, das defensiv gut dasteht und möglichst wenig schwankungsanfällig ist. Weil mit Kursausschlägen wird auch im Jahr 2012 zu rechnen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo Geld anlegen